Die Bank sammelte bei seinen vermögenden Kunden zehn Milliarden Franken an neuem Geld ein. Das Neugeld-Wachstum belief sich auf das Jahr hochgerechnet damit auf 4,6 Prozent. Die Neugelder trieben zusammen mit den anziehenden Finanzmärkten die verwalteten Vermögen auf 486 Milliarden Franken. Ende 2020 waren es noch 434 Milliarden Franken, wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

Dass im Moment das Geschäft für die Vermögensverwalter läuft, hatte am Vortag bereits der Weltmarktführer UBS unter Beweis gestellt. Der Gewinn der Bank schnellte im Halbjahr trotz Ausfällen in Zusammenhang mit dem Kollaps des Hedgefonds Archegos um über ein Drittel auf 3,8 Milliarden Dollar nach oben.

Julius Bär baut Immobiliengeschäft mit Kuoni Mueller & Partner aus

Die Julius Bär-Gruppe baut das Dienstleistungsangebot im Schweizer Immobiliengeschäft aus. Sie übernimmt dazu einen Anteil von 83 Prozent am Zürcher Immobiliendienstleister Kuoni Mueller & Partner (KMP), wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Zum Preis der Übernahme werden keine Angaben gemacht. Das Unternehmen sei aber profitabel, heisst es.

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Im Rahmen des Zukaufs will Julius Bär eine neue Einheit schaffen, die sich ganz der Anlageklasse Immobilien widmet. Nebst den Hypothekenfinanzierungen werde man dort Angebote zum gesamten Lebenszyklus von Immobilien schaffen, so die Mitteilung. Dazu zählten etwa die Beratung, die Vermittlung oder die Finanzierung im Geschäft mit Immobilien.

Dienstleistungen wie Investment Management, Bewertung und spezialisierte Immobilienbewirtschaftung werde Julius Bär künftig im Verbund mit der neuen Tochter KMP erbringen. Dies werde über traditionelle aber auch über digitale Kanäle wie die KMP-Plattform Maklando geschehen.

Dabei werde Dominik Weber, der aktuelle Mehrheitseigentümer und Chef von KMP, bei Julius Bär ab dem vierten Quartal die neue Position des Leiters Real Estate Advisory übernehmen und die neue Immobilieneinheit aufbauen. Den Plänen zufolge soll KMP ihre Präsenz im Grossraum Zürich auf weitere Regionen ausweiten, etwa in die Romandie.

(awp/reuters/tdr)