Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, erliess für den Donnerstagnachmittag, Donnerstagabend und die erste Nachthälfte eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe drei, wie es auf Twitter mitteilte.

Ab dem Mittag lösten sich vor einer recht aktiven Kaltfront erste Gewitter zunächst im Nordtessin und später im Berner Oberland sowie in der Zentralschweiz von den Alpen. Sie bewegten sich nordostwärts Richtung Flachland.

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Die Wetterdienste erwarteten Starkregen, Sturmböen und Hagel. Bei derartigen Wetterereignissen mit starker Blitzaktivität sollten sich Menschen von Masten, Kreten, Bäumen, Türmen und anderen Erhebungen fernhalten. Von Aufenthalten im Wald ist abzusehen. Personen, die auf offenem Gelände überrascht werden, rät Meteoschweiz, bei vielen Blitzen niederzukauern.

Schaden für 20 Millionen

Für die Versicherung Schweizer Hagel war es noch zu früh für eine Aussage über das Hageljahr 2022, wie die Genossenschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Auf jeden Fall kamen allein im Juni Hagelschäden von 20 Millionen Franken zusammen.

Hagelwetter suchten vor allem die Kantone Waadt, Jura, Bern, Luzern, Zürich und Schaffhausen heim. Die grösste von Hagel betroffene Fläche des Monats wurde bereits am 5. Juni registriert. Aber auch während und nach der Hitzewelle am 15., 21., 22. und 23. Juni wurden grössere Flächen verhagelt.

Schweizer Hagel versichert rund 29’000 Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz gegen Hagel und andere Elementarschäden. Damit deckt die Versicherung etwa 70 Prozent der offenen Ackerflächen ab. Von den Dauerkulturen sind je nach Produkt und Kanton 30 bis 80 Prozent der Flächen versichert, bei den Grasflächen sind es 10 Prozent. Am höchsten ist die Nachfrage im Acker- und Weinbau.