Ökonominnen und Ökonomen sind sich uneins, wie schnell sich die globale Wirtschaft nach der Corona-Krise erholen wird. Um ihre Prognosen verständlich zu machen, nehmen sie gerne Buchstaben zuhilfe: Manche sagen eine V-förmige Erholung voraus, andere tippen auf einen L-förmigen Verlauf oder auf ein W. Auch der Schweif aus dem Logo von Nike kommt häufig zum Einsatz.

Nun hat sich der US-Zentralbankchef Jerome Powell zu der Diskussion geäussert und die Hoffnung auf ein V gedämpft – also auf eine sprunghafte Erholung der Wirtschaft.

«Die Leute sind fasziniert von den Möglichkeiten der verschiedenen Buchstaben», sagte Powell dem US-Sender CBS. «Es ist sehr schwer zu sagen, weil es so stark von der Verbreitung des Virus abhängt.» In der zweiten Jahreshälfte sei von einer Erholung der US-Wirtschaft auszugehen. Doch der Aufschwung werde vermutlich nur langsam Fahrt aufnehmen. «Der Wirtschaftsmotor kommt wieder in Gang, und das ist positiv. Aber es wird dauern, bis er wieder Dampf hat», sagte Powell im Interview.

(mbü)

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