Die Energiezulage lasse sich einfach an die Prämienverbilligung der Krankenkassen anknüpfen, sagte Sommaruga in einem Interview mit den CH-Media-Zeitungen. Dieses System sei spezifisch darauf ausgerichtet, Menschen mit tiefen Einkommen zu unterstützen.

Und weil es in der Schweiz dieses System mit der Prämienverbilligung schon gebe, lasse sich eine Energiezulage unbürokratisch umsetzen. Der Bund könne mit Hilfe der Kantone sehr einfach die Zulage an die Einkommen anpassen und ausweiten, sodass auch der Mittelstand berücksichtigt werde.

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Die Schweiz sei ein Land von Mieterinnen und Mietern, die zu Geiseln dieser Situation geworden seien. Sie könnten schliesslich nicht selbst die Gebäude isolieren und Solaranlagen auf die Dächer stellen. Sie seien abhängig von den Vermietern.

Laut Sommaruga müssen Mieterinnen und Mieter in einer schlecht isolierten Wohnung wegen der höheren Energiekosten jährlich zusätzlich 1200 Franken zahlen. Das errechne sich bei einem Aufschlag von 60 Franken pro 100 Liter Heizöl auf 120 Franken und einem Verbrauch von 2000 Litern pro Jahr. Beim Gas sei es ähnlich.