Sieben Zentralbanken, darunter die SNB, und die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben die Prinzipien für digitales Zentralbankgeld zusammengefasst.

Wichtig ist demnach:

  • Koexistenz mit Bargeld und anderen Formen von Geld
  • Digitales Zentralbankgeld soll die Geld- und Finanzstabilität nicht gefährden
  • Und dessen Eigenschaften sollen Innovation und Effizienz fördern

Ein System für digitales Zentralbankgeld, dass auf dieser Grundlage entwickelt werde, müsse widerstandsfähig und sicher sein, bequem zu verwenden und sollte den Nutzer wenig bis gar nichts kosten. Es brauche ausserdem, heisst es in dem Bericht weiter, einen klaren rechtlichen Rahmen. or eine adäquate Rolle einräumen sowie den Wettbewerb und die Innovation fördern.

«Die Zentralbanken sind verpflichtet, das Vertrauen der Menschen in unser Geld zu schützen», sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Darum müssten die Zentralbanken eng zusammenarbeiten bei der Erforschung von digitalem Zentralbankgeld.

SNB-Präsident Thomas Jordan sagte: «Für die SNB steht die Erforschung der Verwendung von digitalem Zentralbankgeld durch Finanzinstitute im Vordergrund, sowohl im inländischen als auch im grenzüberschreitenden Kontext.»

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Die Entwicklung von digitalem Zentralbankgeld ist umstritten. Gleichzeitig fürchten viele Beobachter, dass «private Währungen» wie zum Beispiel der von Facebook initiierte Libra Coin den Wettbewerb dominieren könnten, sollten die Zentralbanken zu langsam sein.

Neben der SNB und der EZB waren an dem Bericht beteiligt:  Bank of Canada, Bank of England, Bank of Japan, die Federal Reserve und die Schwedische Reichsbank.

(me)