Nach den geplatzten Gesprächen der grossen Öl-Exportstaaten zur Lockerung der Förderbremse steigt der Preis für die US-Sorte WTI auf den höchsten Stand seit sechseinhalb Jahren. Er klettert in der Spitze um 2,3 Prozent auf 76,91 Dollar je Fass. Die Nordsee-Sorte Brent steigt um bis zu 0,8 Prozent auf 77,79 Dollar und ist damit so teuer wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Die Minister der «Opec+»-Staaten, zu denen neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, konnten sich in mehreren Verhandlungsrunden nicht auf eine Anhebung der Produktionsquoten einigen. Anleger fürchten nun einen sich verschärfenden Angebotsengpass, da der Bedarf an Öl wegen der Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Krise derzeit steigt. 

(reuters/mbü)