Insgesamt setzte Roche im vergangenen Jahr 61,5 Milliarden Franken um, ein Plus von 2 Prozent, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich ein Zuwachs von 7 Prozent, womit das eigene Ziel eines Wachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich erreicht wurde.

Während die Pharmasparte mit 47,7 Milliarden 3 Prozent mehr umsetzte, lagen die Einnahmen im Diagnostik-Geschäft bei 13,8 Milliarden und damit um 3 Prozent tiefer. Vor allem die mengenorientierte Beschaffung in China bremste das Wachstum im vergangenen Jahr aus.

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Den Konzerngewinn beziffert Roche auf 13,8 Milliarden Franken nach 9,2 Milliarden im Vorjahr. Dies lag laut Roche an der starken operativen Leistung sowie Basiseffekten wegen Wertminderungen im Jahr 2024. Das operative Kernergebnis, das Analysten als Richtgrösse nutzen, stieg um 5 Prozent. Die ausgewiesenen Zahlen liegen etwas unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Der Genussschein vion Roche fällt im frühen Börsenhandel am Donnerstag um 0,3 Prozent auf 337,50 Franken. Vorbörslich lagen die Titel über 2 Prozent im Minus.

Wie Analysten schreiben, blieb die Umsatz- und Gewinnentwicklung insbesondere im Schlussquartal 2025 gerade im Pharmageschäft insgesamt leicht hinter den Erwartungen zurück. Präparate wie Ocrevus, Tecentriq oder Rituxan haben laut Experten zwar mehr als erhofft zur Umsatzentwicklung beigetragen. Bei Perjeta oder Vabysmo hätten die Verkäufe jedoch nicht mit den Erwartungen schritthalten können.

Der US-Broker Jefferies schreibt, dass Roche höheren Vertriebskosten im Schlussquartal mit tieferen Ausgaben für die Forschung und Entwicklung entgegnet sei. Trotzdem seien die eigenen Gewinnerwartungen knapp verfehlt worden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wagt sich Roche beim Ausblick wie üblich nicht zu weit aus dem Fenster. Das Management um CEO Thomas Schinecker geht zu konstanten Wechselkursen von einem Anstieg der Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Der Kerngewinn je Titel soll im hohen einstelligen Prozentbereich steigen.

Ausserdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen. Für 2025 sollen die Aktionäre eine auf 9,80 Franken von 9,70 Franken erhöhte Dividende erhalten.

Morgan Stanley geht von rückläufigen Gewinnerwartungen für das laufende Jahr aus. Die zuständige Analystin begründet dies mit Aussagen von Roche zur Währungsentwicklung. Jefferies weist darauf hin, dass die durchschnittlichen Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analysten für 2026 schon heute am oberen Ende der firmeneigenen Vorgaben liegen.

(awp/cash)

Dieser Artikel erschien zuerst bei Blick.