Am Sonntag solle der Sprung auf das Handelsparkett endgültig bekanntgegeben werden, sagten fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitagabend gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Aramco wollte sich dazu nicht äussern.

Der saudische Ölriese und seine Berater sprachen Insidern zufolge kurz vor dem Börsengang noch mit Investoren. Ziel sei es, der angestrebten Bewertung von zwei Billionen Dollar für das ganze Unternehmen möglichst nahe zu kommen, sagten drei mit dem Vorhaben vertraute Personen. Dieses Ziel werde allerdings von Insidern als zu ehrgeizig betrachtet. Zunächst sollen ein bis zwei Prozent an dem Ölgiganten platziert werden. Mit 20 Milliarden Dollar Emissionsvolumen wäre das einer der weltgrössten Börsengänge aller Zeiten.

Immer wieder Verzögerungen

Kronprinz Mohammed hatte den Börsengang von Saudi Aramco bereits vor drei Jahren ins Spiel gebracht. Doch der Schritt auf das Parkett verzögerte sich immer wieder. Der Kronprinz will mit den Einnahmen aus dem Börsengang den Umbau der Wirtschaft finanzieren.

So plant er etwa ein gigantisches Infrastruktur-Projekt zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Akaba, wo sich Unternehmen aus allen möglichen Branchen wie der Energie- und Wasserwirtschaft, der Biotechnologie und der Unterhaltungsbranche ansiedeln sollen. Dadurch soll das Königreich weniger abhängig vom Öl- und Gassektor werden, der bislang den Großteil der saudi-arabischen Export-Einnahmen beisteuert.

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