Klackernde und laute Trittgeräusche können nerven. Nicht nur in Altbauwohnungen, sondern auch in Neubauten bleibe eine entsprechende Schalldämmung eine Herausforderung, teilte die Empa am Donnerstag mit.

So tüfteln die Forscher Stefan Schönwald und Sven Vallely an innovativen Holzplatten, die Ruhe in die Räume bringen sollen. Der Ansatz: Sogenannte akustische Schwarze Löcher sollen Geräusche schlucken, indem sie die durchs Holz schwingende Schallwellen aufnehmen und ausschwingen lassen. In Computersimulationen zeigte sich, dass dies funktionieren sollte.

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Um die Probe aufs Exempel zu machen, haben sich die Empa-Forscher mit der Schreinerei Strüby zusammengetan, die die Schwarzen Löcher präzise aus realen Holzplatten fräst. Dabei handelt es sich nicht tatsächlich um Löcher, sondern um linsenförmige Vertiefungen.

In einem ersten Experiment untersuchten die Forscher, wie sich Vibrationen durch die Platte bewegen - und die Resultate stimmten grösstenteils mit den Computersimulationen überein, wie die Empa festhielt. Derzeit führe man Trittschallmessungen nach internationalen Normvorgaben durch, erläuterte Schönwald. Auch Brandschutz- und Statik-Eigenschaften müssten noch bestätigt werden.

Nach Abschluss der Versuchsreihen wollen die Wissenschaftler zudem ein Verfahren entwickeln, das die beste Anordnung und Form der Vertiefungen auf die gewünschte Bodengrösse und -form aufzeigt.