Die Schweizer Arbeitgeber blicken optimistisch in die Zukunft. Gemäss einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Personaldienstleisters Manpower rechnen Unternehmen in allen Regionen des Landes im letzten Quartal des Jahres mit einem Beschäftigungswachstum.

19 Prozent der Umfrage-Teilnehmer aus der Schweiz wollen in den Monaten Oktober bis Dezember ihr Personal aufstocken. 13 Prozent erwarten hingegen Personalkürzungen, rund zwei Drittel keine Veränderung. Unter dem Strich stellt der Personaldienstleister ein erwartetes Beschäftigungswachstum von netto 8 Prozent fest.

Die Ostschweiz hat eine Besonderheit

In der Region Zürich, in der Genferseeregion und im Espace Mittelland liegt dieser Wert leicht unter dem Schnitt. Hingegen wird in der Osterschweiz ein Beschäftigungswachstum von 18 Prozent erwartet.

«Der grosse Unterschied zur Region Zürich besteht darin, dass die Ostschweiz viele industrielle Arbeitsplätze hat, die sich naturgemäss weniger für Home-Office eignen und entsprechend stärker von der Pandemie betroffen waren», lässt sich Benjamin Hügli, Regional Director Zürich & Ostschweiz Manpower, in einer Mitteilung von Manpower zitieren.

Gutes Personal ist rar

Nach wie vor hoch ist derweil der Talentmangel: Über zwei Drittel der global befragten Unternehmen geben an, dass sie grosse Mühe haben, Jobs mit qualifiziertem Personal zu besetzen. In der Schweiz allerdings habe sich das Problem gegenüber dem Vorquartal entschärft, heisst es. Trotzdem berichten 57 Prozent der hiesigen Arbeitgeber von Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung.

Manpower hat die Umfrage im August 2021 durchgeführt. In 43 Ländern wurden über 42'000 Unternehmer befragt. In der Schweiz wurden 757 Arbeitgeber berücksichtigt.

(awp/mbü)