Der zusammengebrochene Zahlungsdienstleister Wirecard zieht einem Zeitungsbericht zufolge erste Interessenten an. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrer Samstagausgabe berichtet, sind unter anderem Privatinvestoren und Private-Equity-Fonds daran interessiert, Teile des in Aschheim bei München ansässigen Unternehmens übernehmen zu wollen.

Auch der französische Zahlungsabwickler Worldline habe ein Auge auf Wirecard geworfen, schreibt die FAZ. Worldline ist ein enger Partner der Schweizer Börsenbetreiberin SIX Group. Diese hatte vor zwei Jahren ihr Kreditkartengeschäft an Worldline verkauft und sich im Gegenzug an der französischen Gruppe beteiligt. Worldline plfegt eine ausgesprochene Wachstumsstrategie. Zu Beginn dieses Jahres kaufte sie bereits die französische Konkurrentin Ingenico.

Wirecard hatte am Donnerstag angesichts eines 1,9 Milliarden Euro grossen Lochs in der Bilanz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung Insolvenz angemeldet. Hier lesen Sie die Analyse der HZ dazu. (Reuters/hec)