Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed eine baldige Zinswende signalisiert. Die SNB orientiert sich aber vor allem an der Europäischen Zentralbank (EZB), die später am Tag ihre geldpolitischen Beschlüsse kommunizieren wird.

Die SNB betonte ausserdem ihre Absicht, bei Bedarf weiterhin am Devisenmarkt zu intervenieren. Denn sie sieht den Franken als nach wie vor "hoch bewertet" an. Die SNB hatte 2020 für fast 110 Milliarden Franken Fremdwährungen gekauft.

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Die Währungshüter rechnen für das laufende Jahr mit einer deutlichen Erholung der Schweizer Wirtschaft. Sie prognostizieren nun einen Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 'rund 3,5 Prozent'. Im September war die Nationalbank noch von einem Wachstum von 'rund 3 Prozent' ausgegangen. Für 2022 rechnen die Währungshüter mit einem BIP-Wachstum von 'rund 3 Prozent'.

Die neue bedingte Inflationsprognose ist etwas höher als zuletzt. Für 2021 geht die SNB neu von einer Inflation von 0,6 Prozent aus (alt: 0,5%). Für 2022 werden nun 1,0 Prozent (alt: +0,7%) vorhergesagt. Für 2023 bleibt die Inflationsprognose bei 0,6 Prozent.

Die Hauptgründe dafür seien höhere Importpreise, vor allem für Erdölprodukte und für Waren, die von globalen Lieferengpässen betroffen seien. Die bedingte Inflationsprognose beruht wie immer auf der Annahme, dass der SNB-Leitzins über den gesamten Prognosezeitraum bei -0,75 Prozent bleibt.