Das schrieb das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Sonntag unter Berufung auf eine Analyse des IW-Teams um Christina Anger und Dominik Ernste. Die Wissenschaftler glichen Umfrageergebnisse mit der Zahl gemeldeter Arbeitsverhältnisse ab.

Rechnerisch dürften demnach vier Millionen Haushalte Hilfe in Anspruch nehmen - den Behörden bekannt seien aber nur 400'000 entsprechende Arbeitsverhältnisse, 330'000 davon Minijobs. Laut Anger und Ernste greifen vor allem Besserverdienende auf Haushaltshilfen zurück.

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Das monatliche Durchschnittseinkommen in Haushalten mit Hilfskraft betrage 4800 Euro - und liege damit deutlicher höher als bei Haushalten ohne Aushilfe. Auch kämen in Haushalten mit pflegebedürftigen Menschen wesentlich mehr Haushaltshilfen als andernorts zum Einsatz.

Keine Versicherung

Die Schwarzarbeit birgt Risiken, wie Ernste und Anger warnen: Neben dem Entdeckungsrisiko müssten unter der Hand Beschäftigte mit einem fehlenden Versicherungsschutz und ohne soziale Absicherung leben.

Abhilfe soll ein Gutscheinsystem schaffen: Bei diesem würde der Staat das Gehalt der Haushaltshilfen quasi aufstocken. So würde ein Anreiz zur Anmeldung entstehen - "womöglich ohne nennenswerte fiskalische Effekte", wie Anger und Ernste betonen.

Denn die Kosten der Gutscheine könnten ihnen zufolge durch die Verminderung der Schwarzarbeit und eine Steigerung der Erwerbstätigkeit bei den Auftraggebern der Haushaltshilfen ausgeglichen werden.