Sunrise-Grossaktionär Active Ownership Capital (AOC) fordert von der Spitze des Mobilfunkanbieters Massnahmen zur Steigerung des Börsenwerts. Dazu gehörten Investitionen in Wachstum sowie Effizienzsteigerungen, um das Betriebsergebnis (EBITDA) bis 2022 auf 750 bis 800 Millionen Franken zu verbessern, hiess es in einem am Freitag veröffentlichten Brief von AOC.

Derzeit peilt Sunrise für das laufende Jahr einen EBITDA im Bereich von 618 bis 628 Millionen Franken an. Zugleich sollen AOC zufolge 600 Millionen Franken an die Aktionäre ausgeschüttet werden, indem die Verschuldung erhöht wird.

Der an Verwaltungsratspräsident Peter Kurer und Konzernchef Olaf Swantee Brief kommt nur wenige Tage nachdem Sunrise die geplante 6,3 Milliarden Franken schwere Übernahme des Kabelnetzanbieters UPC auf Eis gelegt hat. Dazu hatte AOC mit ihrem Widerstand gegen den Kauf vom US-Konzern Liberty Global beigetragen.

Seither hat die Aktie etwas an Boden verloren. AOC forderte auch, dass Sunrise den mit Liberty noch immer bestehende Aktienkaufvertrag kündige und Präsident Kurer mit sofortiger Wirkung aus dem Verwaltungsrat zurücktrete.

Sunrise konnte für eine Stellungnahme vorerst nicht erreicht werden.

(awp/mlo)