Die Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Medikamente Swissmedic hat derzeit noch keine ausreichend belastbare Daten für den Impfstoff von AstraZenica erhalten.

Es gehe bei der Zulassung nicht darum, wer schneller sei, sagte Bruhin mit Blick darauf, dass andere Staaten wie etwa Grossbritannien den Impfstoff bereits seit über drei Monaten einsetzen. Es gehe um Zahlen, Daten und Fakten, sagte Swissmedic-Direktor Raimund Bruhin in einem Interview mit den Zeitungen der CH-Media.

Die Swissmedic habe im Fall von AstraZenica wie immer die Unterlagen für eine Zulassung geprüft. Dabei habe sie festgestellt, dass weiterhin belastbare Daten aus klinischen Zulassungsstudien von AstraZeneca fehlten, sagte der Swissmedic-Direktor weiter.

Im Austausch

Bei den bisher in der Schweiz zugelassenen Impfstoffen gegen Covid-19 seien der Swissmedic aussagekräftigere Ergebnisse aus klinischen Studien mit vielen Teilnehmern zur Verfügung gestanden. Bei AstraZenica sei dies bisher nicht der Fall.

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Swissmedic steht mit AstraZenica in einem regelmässigen Austausch. Das sei Bestandteil einer rollenden Zulassung. Die Aufsichtsbehörde habe letzte Woche ein grösseres Datenpaket vom schwedisch-britischen Impfstoffhersteller erhalten und analysiere es jetzt.

Swissmedic sage nicht, dass das Produkt von AstraZenica ein schlechter Impfstoff sei. «Wir sagen nur, dass die Firma uns gegenüber noch nicht ausreichend belegen konnte, dass es ein guter Impfstoff ist», sagte Bruhin.

(awp/tdr)