Der Ansatz des Kreditinstituts ist flexibel, läuft aber womöglich den Bemühungen der Branche entgegen, die Angestellten wieder zurück an ihre Schreibtische zu bringen.

«Wir haben allein in den USA 25'000 Mitarbeiter und Tausende weitere in Singapur und Hongkong, und jedes Land hat einen anderen rechtlichen Rahmen, was man vorschreiben kann und was nicht», sagte Hamers in Bezug auf Impfungen beim Swiss Economic Forum in Interlaken am Donnerstag. «Die Pandemie hat Lösungen geliefert, um das Risiko der Ansteckung mit dem Virus und der Übertragung auf die Kollegen zu bewältigen, und das ist die Arbeit von zu Hause aus.»

Die Credit Suisse Group verlangt von geimpften Mitarbeitern in den USA deren Rückkehr an ihre Arbeitsplätze ab dem 7. September. Für Nichtgeimpfte wurde der Termin verschoben. Die Deutsche Bank will nur geimpften Mitarbeitern Zutritt zu ihren US-Büros gestatten, eine Regel, die am Deutsche Bank Center am Columbus Circle in Manhattan womöglich auch auf Mitarbeiter von Kunden und Lieferanten ausgeweitet wird. Hamers setzt auf ein dauerhaftes hybrides Arbeitsmodell, nachdem mindestens zwei Drittel seiner Angestellten sich die Arbeit auf Wohnort und Büro aufteilen dürfen.

Als grösste Bank der Schweiz beschäftigt UBS weltweit rund 70'000 Mitarbeiter. Auch wenn sie in Bezug auf die Arbeitsregelungen einen sanfteren Ton anschlägt als einige ihrer Konkurrenten, bedeutet die Anforderung an Händler, vor Ort sein zu müssen, dass diese Mitarbeiter praktisch gezwungen sind, sich impfen zu lassen, um ihre Funktion ausüben zu können. 

Der Zugang zu Bürogebäuden wird von Unternehmen zunehmend als Anreiz eingesetzt, um Nachzügler und Skeptiker dazu zu bewegen, sich impfen zu lassen. Die Impfquote in der Schweiz liegt unter der vieler anderer europäischer Länder.

(bloomberg/kop)