Die UBS «lehnt den vollständigen Abzug ausländischer Tochtergesellschaften vom harten Kernkapital (CET1) ab, da dieser weder verhältnismässig noch international abgestimmt und auch nicht zielgerichtet wäre», heisst es in der am Montag veröffentlichten Stellungnahme. Der Vorschlag des Bundesrats führe zu massiven Mehrkosten und gefährde die Fortführung des erfolgreichen Geschäftsmodells.

Dieser würde laut den Angaben bei der Bank zu einem zusätzlichen harten Kernkapitalbedarf von circa 23 Milliarden US-Dollar führen. Das würde hohe Kosten verursachen - nicht nur für die Bank, sondern für den gesamten Finanzplatz, Haushalte und Unternehmen. Die Bank müsste die Zusatzkosten teilweise mit erhöhten Preisen auf Krediten und Dienstleistungen in der Schweiz kompensieren. Die Schweizer Volkswirtschaft würde somit in den Augen der UBS geschwächt.

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Internationaler Alleingang

Derweil hätte das bereits bestehende Regime - konsequent angewendet - die Credit Suisse viel früher zu strukturellen Anpassungen gezwungen. «Die Credit-Suisse-Krise war primär das Resultat einer nicht nachhaltigen Strategie und ungenügender Profitabilität der Bank, eines mangelnden Risikomanagements, einer unangemessenen Kultur und einer schwachen Governance.»

Eine vollständige Isolation der UBS-Muttergesellschaft von Risiken aus ausländischen Geschäftstätigkeiten widerspreche dem Geschäftsmodell eines international tätigen Unternehmens und stelle einen massiven Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit dar. Die Regelung würde materiell zudem nur die UBS betreffen. «Die Schweiz sollte keine Gesetze erlassen, die nur auf eine einzelne Firma zugeschnitten sind.»

International wäre die vorgeschlagene Regelung zudem ein Alleingang, womit sich die Schweiz isolieren würde, kritisiert die Bank weiter. Und die Massnahme würde die UBS im internationalen Vergleich deutlich benachteiligen, weil die Schweizer Bank mindestens 50 Prozent höhere Eigenkapitalanforderungen hätte als die Mitbewerber in Europa und den USA. Das stehe im starken Kontrast zu den Entwicklungen in diesen Regionen, wo bereits Deregulierungsinitiativen angekündigt worden seien.

(sda/dob)