Die deutsche Bundesregierung und Uniper sind auf den letzten Metern von Verhandlungen über ein Rettungspaket, das den Zusammenbruch des angeschlagenen Gasriese verhindern soll.

Der Bund wird sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 25 bis 30 Prozent an Uniper beteiligen und dafür neuen Aktien zum Nennwert von 1,70 Euro kaufen, berichten mit der Situation vertraute Personen.

Unipers Mehrheitsaktionär Fortum Oyj offenbar einverstanden

Das Paket enthält ausserdem eigenkapitalähnliche hybride Wertpapiere im Wert von rund 8 Milliarden Euro sowie eine grössere Kreditlinie der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), sagten die Personen, die nicht genannt werden wollten.

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Hochrangige Regierungsmitarbeiter werden das Paket am Freitag diskutieren. Unipers Mehrheitsaktionär Fortum Oyj aus Finnland sei mit an Bord. Eine Einigung könnte dann bekannt gegeben werden, sagten sie. 

Uniper war nicht sofort für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Bundeskanzleramt wollte sich nicht äussern.

Opfer der Gaskrise wegen des Krieges in der Ukraine

Uniper ist das erste prominente Unternehmensopfer der Gaskrise in Europa. Anfang des Monats baten die Düsseldorfer die Regierung um ein Rettungspaket. Uniper ist der grösste deutsche Käufer von russischem Gas und steht mit dem Rücken zur Wand, seit Präsident Wladimir Putin die nach Europa gelieferten Gasmengen begrenzt und das Unternehmen teures Gas am Markt zukaufen muss.

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