Die italienische Zentralbank warnt vor Gefahren für die Weltwirtschaft durch unterschiedliche Geschwindigkeiten bei den Impfungen.

Der ungleiche Fortschritt in den Impfkampagnen in den verschiedenen Ländern könne zu deutlichen Unterschieden bei der wirtschaftlichen Erholung der jeweiligen Staaten führen, sagte Zentralbank-Gouverneur Ignazio Visco in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der «Financial Times» im Vorfeld eines G20-Treffens am Mittwoch. Eine enge internationale Zusammenarbeit unter den Industrie- und Schwellenländern der G20 könne dies verhindern.

Italien fordern Kapitalhilfen

Italien steht in diesem Jahr der G20 vor. Das Land fordert, dass über eine spezielle Konstruktion (SDR) des Internationalen Währungsfonds (IWF) 500 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen. Dadurch sollen vor allem arme und stark von der Pandemie betroffene Länder an frisches Geld kommen, ohne ihre Schuldenquote erhöhen zu müssen.

Mehrere andere G20-Länder unterstützen das Vorhaben. Das Thema werde auf der Tagung am Mittwoch eine Rolle spielen, sagte Visco. Am wichtigsten sei derzeit aber, dass die Menschen geimpft würden.

(awp/me)