Der umgebaute Salonwagen führte vom «Personal-Computer» über das Telefon und den Kopierer bis zum Telefax alles Nötige für vielbeschäftigte Geschäftsleute mit, wie es im SBB-Magazin vom Sommer 1988 hiess. «In einer Arbeitswelt, die immer hektischer wird und in der immer mehr in immer kürzerer Zeit geleistet werden muss, dürfen sich Geschäftsleute im Zug nicht mehr dem süssen Nichtstun hingeben», berichtete die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

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Eingesetzt wurde der von geschulten Mitarbeitenden begleitete Bürowagen auf der Jurasüdfusslinie von Genf via Biel und Zürich bis nach Romanshorn. Der Versuch war auf fünf Monate begrenzt und sollte auch dazu dienen, die Ausstattung der künftigen Reisewagen der Bahn 2000 zu bestimmen.

«Mehr Begeisterte als Benützer»

Der «Gwunder» erwies sich damals zwar als grösser als der eigentliche Bedarf: «Mehr Begeisterte als Benützer» bilanzierte die Zürcher Bürofirma, die am Projekt beteiligt war. Trotzdem scheinen die SBB ein Potenzial gesehen zu haben: Ab Ende 1999 verkehrten die neuen Intercity-Neigezüge mit jeweils drei speziell ausgerüsteten Büroabteilen. Der Computer musste aber fortan selber mitgebracht werden.

In Nachfolgemodellen des «rollenden Büros» arbeiten geschäftige 1.-Klasse-Reisende auf der Jurasüdfusslinie bis heute. Zumindest jene, die im Neigezug ohne Übelkeit auf den Bildschirm schauen können.

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