In den letzten sechs Jahren hat Andermatt Swiss Alps (ASA) bereits 130 Millionen Franken in die Erneuerung des Skigebiets und in die Verbindung mit Sedrun investiert. «Wir waren schon von Anfang an auf der Suche nach einem starken Partner», sagte ASA-Mehrheitsaktionär Samih Sawiris an der Medienkonferenz vom Montag. Zusammen mit der Expertise von Vail Resorts soll die Destination nun einen «grossen Schritt» vorwärts machen und damit «mindestens gleich gut» wie St. Moritz und Zermatt werden.

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Hohe Investitionen

Die von der amerikanischen Gesellschaft eingebrachten Mittel in Höhe von insgesamt 149 Millionen Dollar sollen «vollständig» in die Weiterentwicklung investiert werden, ergänzte ASA-CEO Raphael Krucker. Rund 110 Millionen sind für Verbesserungen im Skigebiet und 39 Millionen für die verschiedenen Immobilienprojekte in Andermatt vorgesehen. Im Gegenzug erhält Vail Resorts einen Mehrheitsanteil von 55 Prozent an der Betreibergesellschaft Andermatt-Sedrun Sport AG von ASA.

An der guten Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Kantonen Uri und Graubünden soll sich aufgrund der Transaktion nichts ändern. «Wir legen an all unseren Destinationen viel Wert auf die ortspezifischen Gegebenheiten und räumen auch dem Thema Nachhaltigkeit hohe Priorität ein», sagte Vail-Resorts-Vertreterin Patricia Campbell. Die an der US-Börse kotierte Gesellschaft betreibt in den USA, Kanada und Australien bereits vierzig Skigebiete und peilt für 2022 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar an.

Bernhard Russi, Verwaltungsrat der Andermatt-Sedrun Sport AG, bezeichnete die Zusammenarbeit an der Medienkonferenz als einen «Glücksfall». «Wir haben nicht nur den grössten, sondern auch den besten Partner erhalten», zeigte sich der Abfahrts-Olympiasieger von 1972 überzeugt. Profitieren davon werde nicht nur Andermatt, sondern die ganze Region.