Den Nettoverlust für das Quartal beziffert Obseva im am späten Mittwochabend veröffentlichten Halbjahresbericht auf 32,8 Millionen US-Dollar nach 11,8 Millionen im ersten Quartal bzw. 19,1 Millionen im entsprechenden Vorjahresquartal. Im gesamten ersten Halbjahr betrug der Verlust 44,6 Millionen US-Dollar (VJ 39,1 Mio).

Da das Unternehmen kein Mittel auf dem Markt hat, sind die liquiden Mittel allerdings wichtiger als die Kennzahlen der Erfolgsrechnung, da sie Aufschluss darüber geben, wie lange das Unternehmen noch finanziert ist. Die flüssigen Mittel per Mitte 2022 lagen - inklusive eingeschränkt verfügbarem Cash von 31 Millionen - auf 45,1 Millionen US-Dollar, nachdem sie per Ende März noch bei 57,6 Millionen gelegen hatten.

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Das Genfer Unternehmen kämpft allerdings ums Überleben, seit die US-Zulassungsbehörde FDA Ende Juli den Zulassungsantrag für den wichtigsten Forschungskandidaten (Linzagolix zur Behandlung von Uterusmyomen) zurückgewiesen hat. Obseva hat darauf eine Massenentlassung eingeleitet und um Nachlassstundung ersucht.

Schuldenabbau und Refinanzierung

In diesem Zusammenhang stehen auch die oben genannten 31 Millionen an eingeschränkt verfügbarem Cash. Wie Anfang August nämlich bekannt wurde, hat Obseva an Fonds des US-Vermögensverwalters JGB diesen Betrag zurückbezahlt. Obseva hatte zu einem früheren Zeitpunkt mit JGB einen Wertpapierkaufvertrag (Securities Purchase Agreement) abgeschlossen. Dieser sollte dem Unternehmen via Wandelanleihen bis zu 135 Millionen Dollar bereitstellen.

Die Mitte Jahr noch als Sicherheit auf einem Kontrollkonto gehaltenen Barmittel wurden anteilig auf die ausstehende Wandelschuldverschreibungen angerechnet. Auf eine Entschädigung für die vorzeitige Rückzahlung hatte JGB dabei verzichtet.

uh/