Bei der korrekten Deklaration von Pelzprodukten hapert es nach wie vor, und betroffen von fehlerhaften Deklarationen sind oft Jacken mit Pelzkragen. Der Bund will deshalb im kommenden Winter die Kontrollen verschärfen und vermehrt Verfügungen und Bussen aussprechen.

Die Branche setze die Deklarationspflicht für Produkte aus Pelzen oder mit Pelzbesatz mangelhaft um, schrieb das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Donnerstag. Vorgeschrieben ist, alle Pelze und Pelzprodukte mit Angaben zur Tierart, Herkunft und Produktionsmethode zu bezeichnen.

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In der vergangenen Wintersaison führte das BLV 131 Kontrollen bei Verkaufsstellen und Internetanbietern durch. Rund zwei Drittel davon hatten eine Beanstandung zur Folge, weil Produkte falsch oder nicht vollständig deklariert waren. In 88 Prozent der Fälle holten die Unternehme das Versäumte nach. Zehnmal erliess das BLV eine Verfügung, in einem Fall leitete es ein Strafverfahren ein.

Kontrolliert hat das BLV auch 6632 Pelzprodukte. Knapp drei Viertel (73 Prozent) waren korrekt deklariert, bei den übrigen fehlte die Deklaration oder war fehlerhaft. Fast die Hälfte Beanstandungen betrafen Pelzkrägen von Jacken; die meisten beanstandeten Produkte stammten vom Marderhund, Polarfuchs und Kojoten.

Seit der Aufnahme der Kontrollen im Jahr 2014 und präziseren Vorschriften habe sich die Deklaration von Pelzen nicht nennenswert verbessert, konstatiert das BLV. Es will im kommenden Winter erneut Verkaufsstellen kontrollieren. Zudem will es den Vollzug verschärfen und vermehrt Verfügungen und auch Bussen aussprechen.

(SDA)