Die vom Parlament mit knappen Mehrheiten beschlossene Vorlage wird von einem überparteilichen Komitee und von zehn Kantonen mit dem Referendum bekämpft. Deshalb wird am 8. März darüber abgestimmt.
Ob Heiratsstrafe oder Heiratsbonus: Füllt jede Person eine eigene Steuererklärung aus und bezahlt die Steuern für sich selbst, würden Benachteiligungen und Bevorzugungen fallen, argumentiert der Bundesrat. Individuell besteuern müssten nicht nur der Bund, sondern auch die Kantone und Gemeinden.
Individuelle Steuern könnten laut Bundesrat Zweitverdienende - oft Mütter - dazu motivieren, mit einem höheren Pensum zu arbeiten. Das würde der Wirtschaft zu mehr Arbeitskräften verhelfen. Und Zweitverdiener und -verdienerinnen würden finanziell unabhängiger.
