Die Geräte-Sparte war in den vergangenen Monaten von Stellenstreichungen betroffen, die konzernweit rund 27'000 Jobs betrafen. Limp schrieb, nachdem er sich mehr 30 Jahre mit Verbraucherelektronik beschäftigt habe, wolle er durch eine andere Brille auf die Zukunft blicken.

Er führte Amazons Geräte-Sparte seit 2010. Der Bereich wurde zunächst mit den Kindle-Lesegeräten für E-Books gross. Unter Limp folgten Tablets, Streaming-Boxen und die wohl bekanntesten Amazon-Geräte: die Echo-Lautsprecher mit Alexa an Bord. Der Konzern folgte dabei dem Grundsatz, Technik möglichst zum Produktionspreis zu verkaufen, in der Hoffnung, mehr Geld mit Diensten zu verdienen.

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Konkurrenz im KI-Markt

Von den verschiedenen Modellen der Echo-Lautsprecher wurden Dutzende Millionen Geräte verkauft. Die Fähigkeiten von Alexa wurden zuletzt von Chatbots mit Künstlicher Intelligenz (KI) wie ChatGPT in den Schatten gestellt, die den Eindruck erweckten, leichter Sätze formulieren zu können. Limp betonte, auch Amazon verwende KI-Technologie - und Alexa müsse verlässliche Antworten liefern. ChatGPT und ähnliche Konkurrenz-Software sind bekannt dafür, auch völlig falsche Informationen auszugeben.

Zu den Flops der Sparte gehörte ein Amazon-Smartphone, das schnell wieder eingestellt wurde. Einige vorgestellte experimentelle Geräte wie ein Fitness-Ring kamen nie auf den Markt.

Projekt mit 3000 Satelliten

Zuletzt trieb Limp mehrere teure Projekte voran. Dazu gehört der Plan für ein weltumspannendes Netzwerk von Satelliten zur Internet-Versorgung mit dem Namen Kuiper. Das Projekt könnte mit dem Starlink-System der Raumfahrtfirma SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk konkurrieren. Die mehr als 3000 Kuiper-Satelliten müssen allerdings noch gebaut und ins All gebracht werden.

Amazon kaufte auch die auf selbstfahrende Autos spezialisierte Firma Zoox und bereitet den Start von Robotaxi-Diensten unter anderem in Las Vegas vor. Limp liess zudem Roboter für den Haushalt entwickeln. Er setzte dafür auch zum Kauf des Robotersauger-Spezialisten iRobot an, der Deal wird noch von Wettbewerbshütern geprüft.