Der Bonuspool für 2022 sei gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent gekürzt worden, sagte Finanzchef Dixit Joshi am Donnerstag an einer Medienkonferenz. Die Geschäftsleitung muss ganz auf Boni verzichten.

Der klare Rückgang des Bonuspools kommt wenig überraschend aufgrund der tiefroten Zahlen der Grossbank, die derzeit in einem tiefgreifenden Umbau steckt. Die Bonuskürzungen würden die Mitglieder des oberen Managements deutlich stärker treffen als Mitarbeitende auf anderen Ebenen der Organisation, sagte CS-Chef Ulrich Körner an der Medienkonferenz.

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Die Mitglieder der Geschäftsleitung würden für das Jahr 2022 gar keine variablen Entschädigungen erhalten, bestätigte Körner weiter. Persönlich würde er auch bei einem solchen Jahresergebnis keine Bonuszahlungen für das Top-Management erwarten. Die Credit Suisse hat am Donnerstag für 2022 einen Jahresverlust von 7,3 Milliarden Franken ausgewiesen.

Belohnungen für Umbau-Erfolge

Im Rahmen ihrer Restrukturierung will die Grossbank aber Anreize über sogenannte «Transformations-Belohnungen» schaffen. Diese sollen an einen «kleinen Kreis» von Personen mit wichtigen Beiträgen an den laufenden Umbau gehen und seien unabhängig von deren Stellung in der Hierarchie, sagte Körner.

Bei den vorgesehenen «Belohnungen» handle es sich aus Sicht der ganzen CS Gruppe um «keinen sehr materiellen» Betrag, so der CEO. Zudem werde ein beträchtlicher Teil erst bei Erreichung der Umbauziele fällig - also erst nach 2025. Die «Financial Times» hatte am Mittwoch über die Einrichtung eines Bonustopfes für Erfolge bei der Umstrukturierung berichtet und dessen Höhe auf 350 Millionen Franken beziffert.

(awp/rul)

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