Der Lagerbestand an Corona-Impfdosen in der Schweiz wächst immer weiter - trotz Aufrufen zum Boostern. 13,5 Millionen Dosen sind derzeit noch einsetzbar, zwei Millionen werden ausserdem in den kommenden Wochen erwartet, vorausgesetzt das Heilmittelinstitut Swissmedic lässt sie zu.

Zudem hat die Schweiz sich zur Abnahme weiterer 11,6 Millionen Corona-Impfdosen verpflichtet, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der "NZZ" vom Freitag bestätigt.

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32,6 Millionen Corona-Impfdosen in die Schweiz geliefert

Erwartet werden diese Dosen überwiegend im dritten und vierten Quartal 2023. Davon stammt ein Teil der Impfdosen aus dem vergangenen Jahr, wie das BAG schreibt. Deren Lieferung sei ins Jahr 2023 verschoben worden, «um stets den aktuellsten Impfstoff zu erhalten».

Insgesamt wurden demnach bisher 32,6 Millionen Corona-Impfdosen in die Schweiz geliefert und 16,95 Millionen Dosen bis Mittwoch verabreicht.

Millionen Impfdosen vernichtet

Offenbar wegen zunehmender Impf-Müdigkeit in der Bevölkerung mussten beim Bund bis Ende 2022 2,9 Millionen Dosen und in den Kantonen rund 0,5 Millionen Impfdosen entsorgt werden.

Dazu kommen laut BAG 7,76 Millionen Impfdosen, die als Eigentum der Eidgenossenschaft in einem externen Lagerhaus in Belgien gelagert wurden, zur Weitergabe an Drittstaaten. Die dort gelagerten Impfstoffe mussten im Herbst 2022 nach Erreichen des Ablaufdatums vor Ort entsorgt werden, und auch das Lager musste aufgelöst werden. An andere Länder weitergegeben werden konnten bisher 4,2 Millionen Impfdosen.

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