Seit der Publikation der Dokumente durch das US-Justizdepartement (DoJ) habe der Verwaltungsrat «prompt und verantwortungsvoll» gehandelt, um die Interessen von Kunden, Angestellten und Aktionären zu schützen, heisst es in einer Stellungnahme der Bank.
Der Verwaltungsrat arbeite nun unter dem Vorsitz von Yves Perrier eng mit der Geschäftsleitung zusammen, um eine «koordinierte und gründliche unabhängige Überwachung der Lage zu gewährleisten». Gleichzeitig unterstütze er die Massnahmen der Bankführung.
In den Anfang Januar veröffentlichten «Epstein-Dateien» des DoJ taucht der Name von Ariane de Rotschild mehrfacht auf. Laut den online gestellten E-Mail-Korrespondenzen begannen die Verbindungen der Rotschild-Chefin zu Epstein 2013 auf beruflicher Ebene. Der US-Geschäftsmann soll in der Folge nach und nach zu einem strategischen Berater und einem Vertrauten geworden.
Nach der Veröffentlichung dieser Dokumente hatte die Bank angegeben, dass Ariane de Rothschild Epstein zwischen 2013 und 2019 mehrmals «im Rahmen ihrer normalen Tätigkeit innerhalb der Gruppe» getroffen habe. Sie habe aber «keinerlei Kenntnis vom persönlichen Verhalten Epsteins» gehabt.
Milliarden an Neugeldern
Derweil habe die Privatbank ihr Wachstum im vergangenen Jahr fortgeführt: Sie habe 2025 Neugeldzuflüsse von rund 10 Milliarden Franken verzeichnet, womit die Zuflüsse in den vergangenen drei Jahren rund 25 Milliarden betrugen.
Seit Anfang Jahr seien netto weitere 5 Milliarden Franken zur Bank geflossen, womit die verwalteten Vermögen auf einen Rekordstand von über 200 Milliarden angestiegen seien. Die Zuflüsse seien auch nach dem 30. Januar stark geblieben, betont das Institut. Die detaillierten Zahlen werde die Bank «in Kürze» bekanntgeben.
