Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirbt bei Tesla-Chef Elon Musk für eine Fabrik in der Türkei. Erdogan habe Musk bei einem Treffen im Turkish House, einem Wolkenkratzer in der Nähe der Vereinten Nationen in New York, um den Bau einer Produktionsstätte in seinem Land gebeten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Agency (AA) am Sonntag auf der Social-Media-Plattform X.

Erdogan hält sich in den USA auf, um an der 78. Sitzung der UN-Generalversammlung teilzunehmen. Tesla und die türkische Botschaft in Washington reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters zur Stellungnahme.

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Musk liegt mit der türkischen Regierung wegen seines Kurznachrichtendienstes X, ehemals Twitter, im Clinch: Obwohl selbsternannter Verfechter der Meinungsfreiheit, hat Musk einige Forderungen der türkischen Regierung nach Zensur von Inhalten erfüllt. In anderen Fällen widersetzte sich das Social-Media-Unternehmen den Anordnungen türkischer Gerichte.

Ausbau der globalen Präsenz

Tesla hatte im August Interesse am Bau einer Fabrik in Indien bekundet, in der ein kostengünstiges Elektroauto hergestellt werden soll. Tesla betreibt derzeit sechs Fabriken und baut eine siebte in Mexiko, um seine globale Präsenz auszubauen.

Die Firma führt einem Medienbericht zufolge zudem erste Gespräche mit Saudi-Arabien über eine Fabrik. Das Königreich locke das Unternehmen mit dem möglichen Bezug für die Produktion nötiger Metalle und Mineralien aus Ländern wie dem Kongo, berichtete das «Wall Street Journal» am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. 

Musk dementierte den Bericht auf seiner Plattform umgehend.

Im Mai hatte Musk gesagt, er werde wahrscheinlich bis Ende 2023 den Standort für eine neue Fabrik auswählen. Am Montag wird Musk in Kalifornien auch den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen. Musk kündigte auf X an, dass es bei den Gesprächen um künstliche Intelligenz (KI) gehen werde.

(reuters/spi/gku)