Der Nullentscheid der Europäischen Zentralbank trotz hoher Inflationsraten belastete den Kurs der Gemeinschaftswährung. Im Tief rutschte der Euro bis auf 1,0758 Dollar. Das war der niedrigste Stand seit April 2020. Am Mittag hatte er noch über 1,09 Dollar notiert.

Die abwartende Haltung der EZB hatte den Euro auch zum Schweizer Franken unter Druck gesetzt. Nach einem Tief am Nachmittag bei 1,01385 Franken erholte er sich aber wieder auf über 1,02 Franken. Am späten Abend geht er für zuletzt 1,0210 Franken um.

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Der Dollar zum Franken legte nach dem Zinsentscheid immer weiter zu und hielt sich auf dem Niveau. Aktuell kostet er 0,9428 Franken. Damit hat sich der Greenback am Donnerstag um einen Rappen verteuert.

Kein Zeitpunkt für Zinserhöhung

Die EZB hat trotz der hohen Inflation ihre Geldpolitik nicht verändert. Auch gibt es weiterhin keinen konkreten Zeitpunkt für eine mögliche Zinserhöhung.

Die Notenbank habe mit der Normalisierung ihrer Geldpolitik begonnen, sagte Präsidentin Christine Lagarde nach der Zinssitzung in Frankfurt. Sie signalisierte ein Ende der Anleihekäufe im dritten Quartal dieses Jahres.

Kritiker warfen der Zentralbank fehlende Entschlossenheit vor. "Das Abwarten der EZB ist riskant", kommentiert Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Je länger die EZB an ihrer sehr lockeren Geldpolitik festhält, desto mehr steigen die Inflationserwartungen und setzt sich die sehr hohe Inflation dauerhaft fest. Leider ist die Inflation gekommen, um zu bleiben."

Der Nullentscheid der Europäischen Zentralbank trotz hoher Inflationsraten belastete den Kurs der Gemeinschaftswährung. Im Tief rutschte der Euro bis auf 1,0758 Dollar. Das war der niedrigste Stand seit April 2020. Am Mittag hatte er noch über 1,09 Dollar notiert.

Die abwartende Haltung der EZB hatte den Euro auch zum Schweizer Franken unter Druck gesetzt. Nach einem Tief am Nachmittag bei 1,01385 Franken erholte er sich aber wieder auf über 1,02 Franken. Am späten Abend geht er für zuletzt 1,0210 Franken um.

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Kein Zeitpunkt für Zinserhöhung

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