Die Konjunktur in der Eurozone schwächelt. Vor allem die hohen Erdgas- und Strompreise lasten auf dem wirtschaftlichen Ausblick. Auftragsdaten aus der deutschen Industrie fielen vor diesem Hintergrund schwach aus.

Im Juli gingen die Neuaufträge den sechsten Monat in Folge zurück, die Erwartungen von Analysten wurden verfehlt. Die Nachfrage habe sich angesichts des Ukraine-Kriegs und der hohen Gaspreise schwach entwickelt, kommentierte das deutsche Wirtschaftsministerium.

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Die Wirtschaft der USA steht hingegen deutlich robuster da. So hellte sich die Stimmung im wichtigen Dienstleistungssektor im August überraschend auf. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management signalisiert weiter ein robustes Wirtschaftswachstum.

"Die Stimmungslage ist unerwartet solide ausgefallen und deutet darauf hin, dass die US-Wirtschaft trotz der hohen Preissteigerungen im Wachstumsmodus bleibt", kommentierte Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Mithin dürfte das Fed "aggressiv" gegen die Inflation vorgehen und die Leitzinsen in diesem Monat um 0,75 Prozentpunkte erhöhen, erwartet der Experte.

Dies half dem Dollar auch gegenüber dem Franken. Der USD/CHF-Kurs stieg in der Folge zeitweise bis auf 0,9861, nachdem er in der Nacht auf Dienstag bis auf 0,9765 abgesackt war. Aktuell notiert das Währungspaar bei 0,9845. Der EUR/CHF-Kurs bewegte sich derweil unter dem Strich nicht gross (aktuell 0,9755).

Zunehmend rückt unter Anlegern die Zinssitzung der EZB am Donnerstag in den Blick. Die Notenbank dürfte eine weitere Zinsanhebung als Mittel gegen die sehr hohe Inflation vornehmen. Die Grösse des Zinsschritts ist allerdings fraglich: Volkswirte gehen eher von einem Schritt wie im Juli um 0,5 Prozentpunkte aus, an den Märkten gehen die Erwartungen eher in Richtung eines grösseren Schritts um 0,75 Punkte.