Das zeigten Störungsmeldungen auf Websites wie Downdetector. Ein Facebook-Sprecher entschuldigte sich via Twitter und versicherte, dass das Online-Netzwerk an der Entstörung arbeite. Ursachen für die Probleme waren zunächst nicht bekannt.

Erst am späten Montagabend (Schweizer Zeit) war dann zumindest die Website wieder erreichbar, die den Status der Facebook-Angebote anzeigt. Neben der Facebook-Plattform waren am Montag auch der Chatdienst WhatsApp und die Foto-App Instagram vielfach nicht zu erreichen.

Die Zeichen dort standen zwar immer noch auf Rot - allerdings war schon ihr Auftauchen ein Erfolg, denn zuvor waren alle Facebook-Ressourcen aus dem Netz verschwunden. Auch der Web-Dienstleister Kentik verzeichnete eine leichte Zunahme des lange kaum vorhandenen Datenverkehrs zu Facebook.

Bei Facebook waren nicht nur die Plattform des Online-Netzwerks ausgefallen, sondern auch die zum Konzern gehörenden Dienste WhatsApp und Instagram.

Internet-Experten vermuteten einen Fehler in Einstellungen für die Infrastruktur, über die Nutzer Facebooks Ressourcen erreichen. Dadurch seien die Dienste nicht mehr erreichbar gewesen.

Facebook selbst sprach lediglich von "Netzwerk-Problemen". Ein Facebook-Sprecher entschuldigte sich via Twitter und versicherte, dass das Online-Netzwerk an der Entstörung arbeite. Ursachen für die Probleme waren zunächst nicht bekannt.

Dass die Dienste nicht für alle auf einmal ansprangen, ist indes nicht ungewöhnlich. Zuvor hatte die Zeitung "New York Times" berichtet, Facebook habe zwischenzeitlich ein Mitarbeiter-Team für einen "manuellen Reset" der Server in sein Rechenzentrum im kalifornischen Santa Clara schicken müssen.

"Grösster Ausfall"

Die Website Downdetector, die IT-Störfälle dokumentiert, bezeichnete den Ausfall als "den grössten jemals beobachteten". Seit Mitternacht Schweizer Zeit gingen die dort eingehenden Fehlermeldungen stark zurück. In den vorhergehenden Stunden gab es Zehntausende Hinweise auf Probleme, betroffen waren möglicherweise Dutzende Millionen von Nutzern in zahlreichen Ländern.

Am frühen Montagabend waren neben der Plattform des Online-Netzwerks auch die zum Facebook-Konzern gehörenden Dienste WhatsApp und Instagram ausgefallen. Internet-Experten vermuteten einen Fehler in Einstellungen für die Infrastruktur, über die Nutzer Facebooks Ressourcen erreichen. Dadurch seien die Dienste nicht mehr im Netz auffindbar gewesen.

"Netzwerk-Probleme"

Facebook selbst sprach lediglich von "Netzwerk-Problemen". Ein Sprecher entschuldigte sich via Twitter. Unklar blieb zunächst, warum es so lange dauerte, bis der Ausfall behoben war.

Der Ausfall trifft Facebook in einer Krisenphase. Seit Wochen gibt es Negativ-Schlagzeilen über den Umgang des kalifornischen Internetriesen mit eigenen Untersuchungen zur Frage, wie schädlich die Online-Angebote - besonders Instagram - etwa für jugendliche Nutzer sind.

Erst am Sonntag gab sich die frühere Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen als Whistleblowerin zu erkennen, die Dokumente des Konzerns an das "Wall Street Journal" weitergereicht hatte. Die 37-Jährige wirft ihrem ehemaligen Arbeitgeber unter anderem vor, Profit systematisch über Sicherheit zu stellen.

Die Techniker des Konzerns rangen rund sieben Stunden mit einem massiven Ausfall des weltweiten Online-Netzwerks Facebook sowie der Tochterdienste Instagram, Whatsapp und Messenger.

"Hart gearbeitet"

Ab Mitternacht am Dienstag waren die Facebook-Dienste nach und nach wieder nutzbar: "Wir haben hart gearbeitet, um den Zugang zu unseren Apps und Diensten wieder herzustellen und sind froh mitzuteilen, dass sie jetzt wieder online gehen", erklärte Facebook am Dienstag um 00.30 Uhr Schweizer Zeit im Silicon Valley. Zur Ursache des Ausfalls machte Facebook zunächst keine Angaben.

Die Website Downdetector teilte mit, bei ihr seien 10,6 Millionen Fehlermeldungen eingegangen. Sie kamen aus den USA und Europa sowie Ländern wie Kolumbien und Singapur. Die ersten Probleme wurden demnach gegen 17.45 Uhr Schweizer Zeit registriert. Ab Mitternacht gingen die bei Downdetector eingehenden Pannenmeldungen stark zurück.

Nutzer versuchten demnach erfolglos, auf ihre Konten bei Facebook zuzugreifen, den Fotodienst Instagram zu nutzen oder über den Messengerdienst Whatsapp Nachrichten zu verschicken.

Seit etwa 00.28 Uhr Schweizer Zeit sei Facebook "wieder mit dem globalen Internet verbunden", wie das auf Internet-Sicherheit spezialisierte Unternehmen Cloudflare in einem Blog erklärte. Es werde aber vermutlich etwas dauern, bis sämtliche Dienste des Konzerns wieder reibungslos funktionierten.

Entschuldigung auf Twitter

Experten für IT-Sicherheit erklärten, es gebe Hinweise darauf, dass Online-Verbindungen, die Nutzer zu dem Netzwerk führen, unterbrochen waren. Facebook und seine Tochterunternehmen "verschwanden aus dem Internet in einer Serie von BGP-Updates", erklärte John Graham-Cumming, Technologiechef bei Cloudflare, im Online-Dienst Twitter. Das BGP oder Border Gateway Protokoll ist das im Internet eingesetzte Routingprotokoll, das autonome Systeme miteinander verbindet.

"Das war, als ob jemand allen Servern den Stecker gezogen und sie vom Internet abgeklemmt hat", erklärten zwei Ingenieure von Cloudflare im Firmenblog. Facebook-Technologie-Chef Mike Schroepfer entschuldigte sich auf Twitter "aufrichtig" bei allen Betroffenen.

Vorwürfe von Whistleblowerin

Der Ausfall trifft das Unternehmen von Mark Zuckerberg in einer Krisenphase. Seit Wochen gibt es Negativ-Schlagzeilen über den Umgang des kalifornischen Internetriesen mit eigenen Untersuchungen zur Frage, wie schädlich die Online-Angebote - insbesondere Instagram - etwa für jugendliche Nutzer sind.

Erst am Sonntag gab sich die frühere Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen als Whistleblowerin zu erkennen, die Dokumente des Konzerns an das "Wall Street Journal" weitergereicht hatte. Die 37-Jährige wirft ihrem ehemaligen Arbeitgeber unter anderem vor, Profit systematisch über Sicherheit zu stellen.

Sie habe auch für andere Unternehmen der Branche wie Google und Pinterest gearbeitet, aber Facebook sei "bedeutend schlimmer" als alles, was sie zuvor gesehen habe, so Haugen. "Die heutige Version von Facebook reisst unsere Gesellschaften auseinander und führt zu ethnischer Gewalt auf der ganzen Welt." Facebook-Vizepräsident Nick Clegg wies die Vorwürfe entschieden zurück.

Die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin soll am Dienstag vor einem Ausschuss im US-Kongress aussagen.