Der Umsatz reduzierte sich von Januar bis September um 12,3 Prozent auf 2,39 Milliarden Franken, wie der Sanitärtechnikkonzern am Donnerstag mitteilte. Ohne die negativen Währungseffekte im Umfang von 119 Millionen Franken fiel das organische Minus mit 7,9 Prozent etwas moderater aus.

Im dritten Quartal immerhin hat sich der Abwärtstrend mit einem organischen Minus von 4,8 Prozent etwas gemildert. Im ersten Semester schrumpfte Geberit in Lokalwährungen noch um mehr als 9 Prozent, im zweiten Semester gesondert betrachtet gar um über 14 Prozent.

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Das Umfeld sei ausserordentlich schwierig gewesen, heisst es zum Geschäftsverlauf nach neun Monaten. Die verkauften Volumina seien aufgrund der rekordhohen Vorjahresperiode sowie der rückläufigen Bauindustrie in Europa deutlich tiefer ausgefallen. Einen positiven Einfluss von rund 10 Prozent hatten dagegen Preiserhöhungen.

Gewinn sinkt weniger stark als Umsatz

Da die verschiedenen Preisrunden von Geberit vom Vorjahr die Teuerung mittlerweile auffangen konnten und sich zuletzt die Rohmaterialpreise tendenziell seitwärts entwickelten, sank der Gewinn im Vergleich zum Umsatz unterproportional, was positiv auf die operative Marge durchschlug.

So verminderte sich der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA um 2,4 Prozent auf 749 Millionen Franken, wogegen die entsprechende Marge gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozentpunkte auf 31,3 Prozent anzog.

Der Reingewinn sank gleichzeitig um 4,6 Prozent auf 516 Millionen Franken, belastet unter anderem von einem im Vorjahresvergleich negativeren Finanzergebnis. Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten in etwa erfüllt, wobei der operative Gewinn eher am oberen Ende der Schätzungen ausfiel.

Der bisherige Ausblick auf das Gesamtjahr 2023 wird mit Blick auf den Umsatz bestätigt. Demnach rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2023 in lokalen Währungen mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Prognose für die EBITDA-Marge wurde hingegen etwas erhöht. Neu rechnet das Unternehmen mit einem Wert zwischen 29 und 30 Prozent, bisher lautete die Vorgabe auf «rund 29 Prozent».