Die massiv steigenden Preise und Corona drücken die Stimmung der US-Verbraucher zu Jahresbeginn stärker als gedacht. Das Barometer für die Konsumlaune fiel im Januar auf 68,8 Zähler von 70,6 Punkten im Dezember, wie die Universität Michigan am Freitag zu ihrer monatlichen Umfrage mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem leichten Rückgang auf 70,0 Punkte gerechnet. Die Verbraucher schätzten sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden Monate schlechter ein.

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Die Bürger erwarten mit Blick auf die kommenden zwölf Monate zugleich eine Verteuerung der Waren und Dienstleistungen von 4,9 Prozent. Die Verbraucherpreise sind zuletzt in immer rasanterem Tempo gestiegen, was die US-Amerikaner tagtäglich an der Zapfsäule und auch im Supermarktregal ablesen können.

Im Dezember wurde eine Teuerungsrate von 7,0 Prozent erreicht - der höchste Wert seit Juni 1982. Laut Umfrage-Leiter Richard Curtin sehen drei Viertel der Verbraucher die Inflation als ein ernsteres Problem an als die Arbeitslosigkeit.

Sowohl die hohen Preise als auch die Verbreitung der Virus-Varianten Delta und Omikron drückten auf die Stimmung.

Notenbank-Chef Jerome Powell signalisierte zuletzt, dass die Fed ihre sehr lockere geldpolitische Linie angesichts der hohen Inflation wohl bald verlassen wird. An den Finanzmärkten wird mit bis zu vier Zinserhöhungen im laufenden Jahr gerechnet. 

(reuters/ske)