Auf dem Betriebsergebnis lastete insbesondere ein negativer Währungseffekt im Umfang von 38 Millionen Franken. Damit sank dieses um 5,3 Prozent auf 728 Millionen, wie der Hersteller der berühmten roten Bohrmaschinen am Freitag mitteilte. Unterm Strich blieb mit einem Reingewinn von 516 Millionen 8,0 Prozent weniger übrig als im Vorjahr. Die Investitionen lagen mit 459 Millionen nur um 1,5 Prozent unter dem Vorjahr.
Im Januar hatte Hilti bereits den Umsatz bekannt gegeben. Dieser sank um 2,1 Prozent auf 6,3 Milliarden Franken. Negative Währungseffekte lasteten mit 4,0 Prozentpunkten auf dem Umsatz, in Lokalwährungen wäre Hilti daher um 1,9 Prozent gewachsen.
Die Umsatzrendite fiel derweil leicht auf 11,6 von 12,0 Prozent im Vorjahr, die Kapitalrendite ging um 1,1 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent zurück.
«Das vergangene Jahr war weltweit von anhaltender Unsicherheit geprägt und wir mussten durch ein radikal verändertes Zollumfeld navigieren», lässt sich CEO Jahangir Doongaji zitieren. Hilti habe dennoch die Produktivität gesteigert und stark in die Zukunft investiert. Der Kurs werde entsprechend beibehalten.
US-Markt wächst trotz Zolldynamik
Trotz des «dynamischen Zollumfeld» legte die zweitgrösste Region Amerika in Lokalwährungen (LW) kräftig um gut 9 Prozent zu. Auch die Region Mittlerer Osten/Afrika zählt mit einem Plus von knapp 13 Prozent in LW zu den Gewinnern.
Indes büsste die Region Asien/Pazifik gut 2 Prozent an Umsatz in LW ein. Dies habe insbesondere am schwierigen Umfeld in Nordasien gelegen. Die grösste Region Europa litt unter der insgesamt schwachen Baukonjunktur und gab um knapp 2 Prozent nach.
Ausblick und Änderungen im VR
Für das laufende Jahr erwartet Hilti eine weiterhin unsichere Entwicklung für die globale Bauindustrie. Durch die geopolitischen Unsicherheiten und die Handelsbarrieren dürfte der Franken zudem weiter stark bleiben.
2026 soll das Umsatzwachstum wie bereits 2025 in Lokalwährungen im niedrigen einstelligen Bereich liegen. Für die Umsatzrendite wird ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr erwartet.
Derweil kommt es zu personellen Veränderungen im Verwaltungsrat. Turnusgemäss scheide Barbara Milian Thoralfsson nach 12 Jahren aus dem Gremium aus. Melissa Mulholland, Co-CEO von SoftwareOne, werde als neues Mitglied nominiert.
