Neue Hoffnung auf eine Waffenruhe in der Ukraine und kräftige Kursgewinne der US-Börsen haben dem Schweizer Aktienmarkt am Mittwoch Auftrieb gegeben. Mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 11.890 Punkte hinkte der Leitindex SMI anderen wichtigen Börsenbarometern allerdings merklich hinterher. So stieg der deutsche Dax um 3,4 Prozent und der EuroStoxx50 um vier Prozent.

Die Anleger deckten sich mit Werten ein, die stark auf bessere Konjunkturaussichten reagieren. Die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont schossen 9,5 Prozent hoch. Die Grossbanken UBS und Credit Suisse gewannen jeweils mehr als sechs Prozent an Wert. Westlichen Grossbanken drohen bei einem Rückzug aus Russland wegen der Sanktionen gegen das Land hohe Hürden und Kosten.

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Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB rückten vier Prozent vor.

Gebremst wurde der SMI von den Indexschwergewichten Roche und Novartis: Die beiden Pharmawerte sanken um 0,9 und 0,4 Prozent. Die Titel gelten als defensive Anlage, die in Krisenszenarien überdurchschnittlich gefragt sind, in Boomzeiten dagegen von Anlegern oft verkauft werden, um Geld für Investitionen in konjunktursensitive Wert frei zu machen.

(reuters/ske)