Der weltgrösste Baustoffkonzern erzielte im gesamten ersten Halbjahr einen Umsatz von 14,7 Milliarden Franken. Das ist ein Plus von 16,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahressemester und ein neuer Rekord.

Auch operativ verdiente das Unternehmen mit Sitz in Zug deutlich mehr. So stieg der wiederkehrende Betriebsgewinn EBIT um 9,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken, wie Holcim am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Darin sind Restrukturierungs-, Prozess- und andere Einmalkosten sowie Wertminderungen auf Betriebsanlagen nicht enthalten. Das Resultat ist umso bemerkenswerter, als Holcim bereits im Vorjahressemester den wiederkehrenden Betriebsgewinn um zwei Drittel gesteigert hatte.

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Unter dem Strich erzielte Holcim einen Reingewinn von 1,2 Milliarden Franken. Das ist ein Wachstum von satten 38 Prozent. Damit hat der Konzern das Vorjahresniveau von 839 Millionen markant übertroffen.

Insgesamt hat Holcim deutlich besser abgeschnitten als Analysten erwartet hatten. Vor allem das Wachstum im zweiten Quartal übertraf die Prognosen der Experten bei weitem.

Ziele nochmals höher gesteckt

"Besonders herausragend waren unsere Dach- und Dämmungsgeschäfte, die auf Kurs sind, 2022 einen Pro-forma-Umsatz von 3,5 Milliarden Franken zu erreichen. Diese bemerkenswerte Leistung gibt uns Zuversicht, unsere Prognose für 2022 anzuheben: Wir erwarten ein Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent auf vergleichbarer Basis", erklärte Konzernchef Jan Jenisch im Communiqué.

Die Ziele fürs Gesamtjahr 2022, die Holcim erst im April erhöht hatte, schraubt die Firmenspitze damit weiter nach oben. Denn bislang war Holcim von einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von 8 Prozent ausgegangen. In Schweizer Franken soll der Nettoumsatz um mindestens 10 Prozent wachsen. Dieses Ziel blieb unverändert.

Bei der neue Sparte Lösungen & Produkte, die durch den Kauf des US-Dachspezialisten Firestone Buildings entstand, rechnet Holcim mit einem zweistelligen Umsatzwachstum neu auf über 5 Milliarden Franken.

Der wiederkehrende EBIT auf vergleichbarer Basis und in Schweizer Franken soll ebenfalls zulegen. Holcim erwartet zudem weiterhin einen Free Cashflow von über 3 Milliarden Franken. (sda)