Japans Wirtschaft ist im zweiten Quartal dieses Jahres stärker gewachsen als gedacht. Wie die Regierung am Donnerstag auf Basis revidierter Daten bekanntgab, zog das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal an. Auf das Jahr hochgerechnet bedeutet dies einen Anstieg um 3,5 Prozent.

Zunächst hatten die amtlichen Statistiker ein Wachstum von 0,5 Prozent zum Vorquartal beziehungsweise von annualisiert 2,2 Prozent errechnet. Im Vorquartal hatte die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt noch stagniert.

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Zum Wachstum im zweiten Quartal trugen massgeblich der private Konsum sowie die Kapitalausgaben der Unternehmen bei, die höher ausfielen als zunächst gedacht. Der Privatkonsum, der zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt, zog um 1,2 Prozent an, da mehr Menschen wieder in Restaurants und auf Reisen gingen, nachdem die Behörden im März die Corona-Beschränkungen gelockert hatten.

Die Kapitalausgaben der Unternehmen stiegen zudem um 2,0 Prozent und damit stärker als um die zunächst berechneten 1,4 Prozent an.

(SDA)