Es sackte um 5,6 auf 99,7 Punkte ab, wie die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich am Mittwoch mitteilte. Damit liege es knapp unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 100. Die "Normalisierung" des Indikatorwerts seit dem letzten Höchststand im Mai 2021 setze sich damit fort.

Der Krieg in der Ukraine überschatte derzeit die Erholung der Schweizer Wirtschaft von den Folgen der Pandemie, erklärten die KOF-Ökonomen. Insgesamt sei für die nahe Zukunft eine "moderate" Entwicklung der Schweizer Wirtschaft zu erwarten.

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Von AWP befragte Ökonomen hatten einen Wert im Bereich von 100 bis 104 Punkten prognostiziert. Die KOF revidierte den Vormonatswert leicht nach oben auf 105,3 von 105,0 Punkten.

Vor allem Industrie ist vorsichtiger

Grund für den Rückgang seien in erster Linie die Indikatoren aus dem Verarbeitenden Gewerbe, gefolgt von jenen zum privaten Konsum. Die übrigen ins Barometer eingehenden Indikatoren hätten sich dagegen kaum verändert.

Am deutlichsten ist die Stimmungseintrübung laut KOF in der Textilindustrie. Es folgen die Elektro- und Chemieindustrie, der Maschinenbau und die Metallindustrie.

Im Produzierenden Gewerbe (Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe zusammengefasst) werde insbesondere die Auftragslage als weniger positiv eingeschätzt, heisst es. Aber auch die Indikatoren zur Geschäftslage, der Produktion und der Beschäftigung seien gesunken.

Frühindikator

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

Mit dem Einkaufsmanager-Index (PMI) wird am Freitag ein weiterer vorlaufender Konjunktur-Indikator veröffentlicht.