Die Studie «Mediennutzung 2035» stammt vom Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich und wurde vom Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) gefördert. Sie geht davon aus, dass die Nachfrage nach journalistischen Nachrichten langfristig sinkt und sich die Nutzung weiter fragmentiert.
Aus Sicht des fög reicht eine rein marktwirtschaftliche Finanzierung des Journalismus unter diesen Bedingungen nicht aus. Die Studie sieht politischen Handlungsbedarf bei der Medienförderung, beim Schutz des geistigen Eigentums sowie bei der Förderung der Medienkompetenz. «Plattformen und KI-Anbieter nutzen journalistische Leistungen systematisch, ohne diese angemessen zu vergüten», wurde VSM-Präsident Andrea Masüger in einer Mitteilung zitiert.
Verband stützt Forderung von FDP-Ständerätin Petra Gössi
Der VSM sieht politischen Handlungsbedarf und fordert Abgeltungsmodelle für die Nutzung journalistischer Inhalte durch KI-Anwendungen. «Menschen mit Medienkompetenz nutzen Nachrichten häufiger und sind gemäss dem fög eher bereit, für journalistische Angebote zu bezahlen», sagt VSM-Direktorin Pia Guggenbühl. Die Förderung der Medienkompetenz gilt dem Verband als langfristige Investition in eine funktionierende demokratische Öffentlichkeit.
Die Forderungen des VSM stehen im Kontext laufender medienpolitischer Entscheide. National- und Ständerat haben eine Motion der FDP-Ständerätin Petra Gössi angenommen, die eine Vergütungspflicht für die Nutzung journalistischer Leistungen durch KI vorsieht.
