Mit einem Führungswechsel und einem Sparprogramm lockt Peloton weitere Anleger zurück. Die Aktien des Fitnessgeräte-Anbieters steigen an der Wall Street um zehn Prozent, nachdem sie in den vergangenen drei Monaten zeitweise mehr als 70 Prozent verloren hatten.

Weniger Stellen, andere Manager

Peloton begegnet der nachlassenden Nachfrage nach seinen Fitnessgeräten mit massiven Stellenstreichungen und einem Umbau der Führungsriege. Der Mitbegründer des Heimtrainerherstellers, John Foley, trete als Vorstandschef zurück und wechsle auf den Posten des Verwaltungsratschefs, teilte das US-Unternehmen am Dienstag mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

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Ex-Spotify- und Netflix-Manager Barry McCarthy werde am Mittwoch das Ruder übernehmen. Zudem sollen neue Vorstandsmitglieder die Führungsriege verstärken. Peloton werde ausserdem rund 2800 Stellen abbauen und damit 20 Prozent der Belegschaft, kündigte das Management an.

80 Prozent des Börsenwerts verloren

Der Hersteller von vernetzten Fitnessgeräten hatte in der Pandemie von den Lockdowns profitiert. Die Kundinnen und Kunden kauften verstärkt Sportgeräte für daheim. Infolge von Lieferengpässen und der wieder abflauenden Nachfrage machte die Firma allerdings schlapp und verlor an der Börse rund 80 Prozent an Wert. Das liess Firmengründer Foley beim aktivistischen Investor Blackwells Capital in Ungnade fallen.

Einem Medienbericht von Januar zufolge betrieb Blackwells die Ablösung des Chefs und brachte einen Verkauf von Peloton an einen grösseren Technologie- oder Fitnesskonzern ins Spiel. Reuters erfuhr in der vergangenen Woche von einem Insider, dass damit das Interesse potenzieller Käufer geweckt worden sei, unter anderem beim E-Commerce-Giganten Amazon.

(reuters/gku/sas)