«Das Weltwirtschaftsforum will Antworten auf globale Probleme finden, aber die Reichen und Mächtigen befeuern mit ihren Luxusemissionen die Klimakrise und damit die grösste Bedrohung unserer Zukunft», kritisierte Greenpeace-Sprecherin Lena Donat. «Wenn klimaschonende Alternativen einfach ignoriert werden, dann gehören extrem klimaschädliche Privatflüge sofort verboten.»

Für die Erhebung liess Greenpeace die Privatflugbewegungen an den sieben Flughäfen rund um Davos in Wochen des Weltwirtschaftsforums (WEF) mit denen in Durchschnittswochen vergleichen. In der WEF-Woche 2025 wurden demnach 709 über das normale Mass hinausgehende Privatflüge registriert. Ein Jahr zuvor waren es 628, im Jahr 2023 hingegen noch 227 zusätzliche Flüge gewesen.

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Privatflüge verursachen laut Greenpeace pro Passagier etwa zehnmal so viel Treibhausgase wie ein Linienflug und etwa fünfzigmal so viel wie eine Zugfahrt.

Oft kurze Flugstrecken

Die meisten Privatflüge zum Weltwirtschaftsforum starteten laut Greenpeace-Report aus Frankreich (20 Prozent), es folgen Grossbritannien (13 Prozent) und Deutschland (12 Prozent). Generell seien die Flüge meist innereuropäisch, etwa 70 Prozent liessen sich auch innerhalb eines Tages mit dem Zug absolvieren. «Vielen Superreichen scheint es vollkommen gleichgültig zu sein, dass ihr Lebensstil eine Schneise der ökologischen Zerstörung hinter sich herzieht», kritisierte Donat.

Das Weltwirtschaftsforum beginnt am Montag in der Bündner Gemeinde Davos. In diesem Jahr werden rund 3000 Teilnehmende aus Politik und Wirtschaft erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump. Am Flughafen Zürich werden zum Beispiel rund 1000 Zusatzflüge während des WEF erwartet. Das sind ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren, wie der Flughafen am Dienstag mitteilte.