Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Krisenjahr 2020 um 5,0 Prozent auf 1,24 Milliarden Franken, wie das auf zivile Luftfahrt und Raumfahrt spezialisierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Auftragseingang stieg um 17,3 Prozent auf 1,41 Milliarden. Dabei schrieben laut den Angaben alle vier Geschäftsbereiche - Ruag Space, Aerostructures, Ammotec und MRO - schwarze Zahlen.

Auch operativ legte Ruag International ordentlich zu und steigerte den EBIT auf 70 Millionen Franken gegenüber -224 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 58 Millionen Franken nach einem Verlust von -219 Franken im Jahr 2020.

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In der Unternehmensstruktur kommt es im laufenden Geschäftsjahr nun zu einigen Änderungen. Ruag Space heisst neu Gravity Beyond und werde Anfang Mai auch rechtlich umfirmiert. Dadurch soll der Fokus nach aussen geschärft werden, heisst es weiter.

Mehrere Veräusserungen im 2022

2022 sei es nun Ziel "die verbleibenden Devestitionsprojekte zügig abzuschliessen", lässt sich der neue CEO André Wall in einer Mitteilung zitieren. Bereits Anfang März hatte Ruag International bekannt gegeben, den Bereich Ammotec und somit seine Munitionsfabrik in Thun an die italienische Beretta Holding zu veräussern. Der Waffen- und Ferngläserhersteller beabsichtige, alle Aktivitäten sowie auch die 2700 Mitarbeitenden von Ruag Ammotec zu übernehmen. Das Closing soll noch dieses Jahr erfolgen.

Auch die Geschäftseinheit Ruag Australien stösst der Konzern ab. Seine Tätigkeiten im Bereich Simulation und Training gibt Ruag ebenfalls auf. Alle Geschäftstätigkeiten werden von der Thales Group übernommen. Das Closing wird noch im ersten Halbjahr 2022 erwartet.

Durch die geplanten Devestitionen werden sich die Kennzahlen im laufenden Geschäftsjahr wesentlich verändern, wie der Konzern mitteilte. Ruag International rechnet für 2022 aber weiterhin mit einem erfreulichen Geschäftsgang und einem positiven Betriebsergebnis.