Der Anstieg sei in erster Linie auf den Dienstleistungs- und Warenhandel zurückzuführen, teilte die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Mittwoch mit. Dabei habe beim Dienstleistungshandel der Ausgabenüberschuss in verschiedenen Kategorien abgenommen, während sich der Einnahmenüberschuss beim Warenhandel erhöhte. Das begründete sich durch den Transithandel sowie dem Handel mit Gold zu nicht-monetären Zwecken, heisst es. Beim klassischen Warenhandel sei der Einnahmenüberschuss hingegen zurückgegangen.

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In der Kapitalbilanz sanken die Nettoauslandvermögen 2022 um 70 Milliarden auf 719 Milliarden Franken. Dabei seien die Aktiven stärker zurückgegangen als die Passiven. Begründet werden die Rückgänge der Bestände mit den hohen Bewertungsverlusten bei Aktien und Obligationen.

Schlussquartal ebenfalls positiv

Auch im vierten Quartal wurde ein deutlich positiver Leistungsüberschuss von 14,7 Milliarden Franken erzielt. Dazu hätten sowohl die Primäreinkommen, der Warenhandel als auch der Dienstleistungshandel beigetragen. Im dritten Quartal hatte der Überschuss noch sehr hohe 27,7 Milliarden betragen. Die SNB passte die Werte der Vorquartale teilweise stark an.

Die Primäreinkommen lagen im Schlussquartal 2022 mit -3,3 Milliarden Franken etwas weniger stark im Minus als im Vorjahrsquartal (-5,8 Mrd), die Sekundäreinkommen zeigten sich mit -3,8 Milliarden ähnlich wie im Schlussquartal 2021. Waren und Dienste erzielten derweil mit 21,8 Milliarden einen klar höheren Überschuss als im Vorjahr (18,6 Mrd).

In der Leistungsbilanz werden alle Einnahmen und Ausgaben einer Volkswirtschaft erfasst, wobei neben dem Warenhandel auch der Handel mit Dienstleistungen (Tourismus etc.), Arbeits- und Kapitaleinkommen sowie laufende Übertragungen dazu gezählt werden. Ein hoher Überschuss gilt als Zeichen der Stärke einer Volkswirtschaft.