Die Schweizer Wirtschaft hat im September mehr Waren ins Ausland verkauft als im Vormonat. Im gesamten dritten Quartal resultierte ein Höchstwert.

Insgesamt beliefen sich die Exporte im September auf 22,76 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Donnerstag mitteilte. Damit nahmen die Ausfuhren saisonbereinigt zum Vormonat um 4,1 Prozent zu. Real – also um Preisveränderungen bereinigt – resultierte allerdings nur ein leichtes Plus von 0,4 Prozent.

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Bei den Einfuhren kam es im September ebenfalls zu einem leichten Anstieg. Sie nahmen um 2,2 Prozent auf 19,98 Milliarden zu (real:  plus 0,9 Prozent). In der Folge stieg der Handelsbilanzüberschuss auf 2,78 Milliarden Franken von 2,30 Milliarden im August. Zur Erinnerung: Im Februar hatte die Schweiz bei dieser Kennzahl mit 5,5 Milliarden noch einen Rekordwert erreicht.

Neuer Quartalsrekord von über 66 Milliarden

Nach den guten Septemberzahlen resultieren für das gesamte dritte Quartal Höchstwerte. Die Exporte stiegen um 1,3 Prozent auf 66,96 Milliarden, die Einfuhren um 0,8 Prozent auf 58,92 Milliarden.

Bei den Exporten habe sich damit der positive Trend, der seit dem zweiten Quartal 2020 zu beobachten sei, fortgesetzt, heisst es in der Mitteilung des BAZG. Bei den Importen sei nun zwar ein historischer Höchststand erreicht worden; tendenziell zeige sich seit Mitte Jahr allerdings ein abgebremstes Wachstum.

Aufgeschlüsselt nach Warengruppen gibt es bei den Ausfuhren grosse Unterschiede. Auf der positiven Seite stehen laut den Angaben die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Uhrenindustrie. Hingegen seien die Exporte von Maschinen, Elektronik und Metallen im dritten Quartal zurückgegangen, nachdem es in den beiden ersten Quartalen des Jahres deutliche Anstiege gegeben hatte.

(Awp/bsc)