Konkret fiel das Konjunkturbarometer der KOF im August um 4,0 auf 86,5 Punkte, der Vormonatswert wurde dabei leicht nach oben revidiert. Der neue Wert liege sehr deutlich unter dem langfristigen Mittelwert von 100, teilten die KOF-Ökonomen am Dienstag mit. Seit dem letzten Höchststand im Mai 2021 zeichnet sich nun eine seit vier Monaten ungebremste Abwärtsbewegung ab.

Der Wert liegt auch klar unter den Schätzungen: Von AWP befragte Ökonomen hatten den Wert nämlich deutlich höher im Bereich von 87,1 bis 92,0 Punkten prognostiziert.

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Konsumnahe Bereich schwach

Verantwortlich für den Rückgang sind laut KOF in erster Linie die Indikatoren aus den konsumnahen Bereichen, aber auch das Verarbeitende Gewerbe (Industrie) und die Bauwirtschaft senden negative Signale. Bei den übrigen ins Barometer eingehenden Indikatoren zeigten sich dagegen kaum Veränderungen.

Im Produzierenden Gewerbe (Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe) werde insbesondere die Lage bei den Vorprodukten und der Beschäftigung als problematisch eingeschätzt, heisst es. Die Auftragslage und die aktuelle Produktion würden dagegen positiv beurteilt, was auf Engpässe bei den Lieferketten und Rekrutierungsprobleme auf dem Arbeitsmarkt hinweise.

Im Verarbeitenden Gewerbe signalisiert gemäss den Angaben vor allem die Metallindustrie eine Verschlechterung, aber auch die Elektro-, die Chemie- und die Textilindustrie vermelden Stimmungseintrübungen. Leicht positive Signale kommen hingegen aus der Holz- und der Papierindustrie.

Wichtiger Frühindikator

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

Mit dem Einkaufsmanager-Index (PMI) wird am kommenden Donnerstag (1.9 .) ein weiterer wichtiger vorlaufender Konjunktur-Indikator veröffentlicht.