Die Zahl der Corona-Fälle in der Bevölkerung steigt seit Mitte Juni stark. Der Bund gibt sich deswegen aber nicht beunruhigt.

«Die Situation ist stabil», sagte Céline Gardiol, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle und Impfprogramme im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien in Bern.

Trotz der hohen Fallzahlen und der erhöhten Positivitätsrate sei die Lage nicht besorgniserregend.

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Todesfälle wegen Corona bleiben tief

«Es gibt keine Anhaltspunkte, dass Infektionen mit den Omikron-Subtypen BA.4 und BA.5 mehr schwere Verläufe verursachen», hielt Gardiol fest. Auch die Zahl der Todesfälle bleibe tief.

Das liege auch daran, so Gardiol, dass bereits 98 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal mit dem Virus in Kontakt getreten sei. Es gebe in der Bevölkerung also eine gewisse Immunisierung.

Trotzdem ist laut dem Bund Vorsicht geboten in den kommenden Wochen und Monaten. Das BAG stelle den Kantonen die notwendigen Informationen zur Verfügung.

«Wir haben die Abwasser-Monitoring verstärkt», sagte Gardiol. Mittelfristprognosen blieben aber schwierig.

(SDA/mth)