Das Bundesgericht hat die Beschwerde von drei Verbänden gegen die Erweiterung des Steinbruchs in Le Mormont VD teilweise gutgeheissen. Es anerkennt den Wert des Ortes «La Birette» und verlangt, dass die Landschaft nach Abschluss des Abbaus wiederhergestellt wird.

Die Betriebsbewilligung für den Steinbruch kann nicht in der vom Kanton Waadt bewilligten Form erteilt werden. Dies schreiben die Helvetia Nostra, Pro Natura Waadt und der Verband für den Schutz des Mormont (Association pour la sauvegarde du Mormont) in einer am Donnerstag verbreiteten Pressemitteilung.

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Die Verbände warten nun auf die Ergebnisse der eingeleiteten Studien. Diese sollen Möglichkeiten für die Sanierung des Standorts aufzeigen, um die Auswirkungen auf die Landschaft zu verringern, die als Landschaft von nationaler Bedeutung anerkannt ist. Die Organisationen sind der Ansicht, dass die Betriebsbewilligung erst erteilt werden könne, wenn die Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) eine Sanierungslösung genehmigt hat.

Volksinitiative will Steinbruch schützen

Das Zementunternehmen Holcim plant, das Abbaugebiet seines Steinbruchs Le Mormont um rund 200 Meter zu erweitern. Der Hügel gehört zur Gemeinde Eclepens bei La Sarraz. Die Wiesen und Haine von «La Birette», die reich an geschützten Orchideen sind, würden endgültig verschwinden, kritisieren die Gegner.

Eine kantonale Volksinitiative «Sauvons le Mormont» ist im Juni 2022 zustande gekommen. Sie muss innerhalb von zwei Jahren beziehungsweise drei Jahren zur Abstimmung vorgelegt, wenn der Grosse Rat sie annimmt oder ihr einen Gegenvorschlag gegenüberstellt.

(awp)