Konkret ging der Umsatz um 1,0 Prozent auf 733,6 Millionen Franken zurück, wie der zweitgrösste Schweizer Telekomanbieter am Dienstag mitteilte. Der segmentsbereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank nur leicht um 0,1 Prozent auf 258,0 Millionen.

Verantwortlich für den Umsatzrückgang war insbesondere der Privatkunden-Festnetzbereich, der um 3,8 Prozent auf 286,2 Millionen schrumpfte. Diese Verluste konnten nur teilweise durch ein starkes Wachstum bei den Zweitmarken (yallo, Lebara und swype) sowie einem Wachstum im B2B-Bereich inklusive Grosshandelsgeschäft ausgeglichen werden.

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Der Umsatz mit Mobilkunden blieb mit 295,7 Millionen Franken (+0,1%) praktisch stabil.

Aggressivität der Promotionen geht zurück

"Wir haben seit Anfang Jahr die Aggressivität der Promotionen bei der Hauptmarke deutlich verringert und sehen auch im Markt eine entsprechende Beruhigung", wurde in der Mitteilung Konzernchef André Krause zitiert. In der Folge sank das Wachstum bei den Mobile-Postpaid-Abos auf 24'000 Stück. Insgesamt vermeldete Sunrise per Ende Juni 2,803 Millionen aktive Mobile-Kunden (Revenue Generating Units RGU).

Die Zahl der Internet-Abos im Breitbandbereich ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2800 zurück. Sunrise führt dies auf die Auswirkungen der Preisharmonisierung im Privatkunden-Festnetzgeschäft und den schrittweisen Rückzug der Marke UPC zurück. Dieser Effekt habe sich im zweiten Quartal erwartungsgemäss weiter abgeschwächt und eine weitere Abnahme dieses Effekts werde für das zweite Halbjahr erwartet. Die Zahl der Internet-Kunden (RGU) beziffert das Unternehmen per Ende des Halbjahres auf 1,188 Millionen.

Für das Gesamtjahr 2023 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Umsatzrückgang im tiefen einstelligen Bereich. Der segmentbereinigte EBITDA dürfte im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich fallen.