Woods US-Anlagefirma Greenwood Investors hat am Samstag eine Liste mit sieben Vorschlägen zur Anpassung der Statuten des Schweizer Uhrenkonzerns eingereicht, wie aus dem Traktandierungsbegehren hervorgeht. So sollen die Inhaberaktionäre neu unter anderem drei Vertreter in den Swatch-Verwaltungsrat wählen können.
Der Aktionär will zudem erreichen, dass der Verwaltungsrat mehrheitlich aus unabhängigen Mitgliedern besteht und die Präsidentin nicht in anderer Funktion für die Gesellschaft tätig ist. Gegenwärtig ist Präsidentin Nayla Hayek auch Chefin des zum Konzern gehörenden US-Juweliers Harry Winston. Ausserdem sollen Generalversammlungen künftig zwingend physisch stattfinden.
Greenwood Investors hält eigenen Angaben zufolge mehr als 0,5 Prozent des Swatch-Aktienkapitals. Im Mai wollte sich Wood bereits als Vertreter der Inhaberaktionäre in den Verwaltungsrat wählen lassen, scheiterte aber am Widerstand der Gründerfamilie Hayek. Denn die Hayeks halten mit rund einem Viertel des Kapitals rund 43 Prozent der Stimmen.
Swatch hat derweil vergangene Woche einen eigenen Kandidaten vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um den Schweizer Andreas Rickenbacher. Dieser ist Präsident der Stiftung Switzerland Innovation und des CSEM (Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik), Vizepräsident des Verwaltungsrats der BKW sowie Verwaltungsratsmitglied der Aebi Schmidt Gruppe.
